Στο Όλυμπος _ the title as well as the artwork document an extended band trip to greece.
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Irgendwann in grauer Vorzeit, irgendwo in Phönizien. Zeus, der Götterfürst, verliebt sich in die schöne Europa. Wie das so geht. In tierischer, aber ansehnlicher Gestalt macht er sich an die Königstochter heran, die sich mit ihren Gefährtinnen am Strand vergnügt. Der will doch nur spielen, mag sie gedacht haben, und findet sich irgendwann auf dem Rücken des stolzen Stieres wieder. Keine gute Idee, wie sich herausstellt, als sich das göttliche Tier in Bewegung setzt. Die Endstation der Reise ist Kreta, was dort mit Europa geschieht, lässt sich denken. Oder auch nicht: Während die Geschichte den Umständen entsprechend bis hierher klar dokumentiert ist, verliert sich das Schicksal der Schönen nun im Nebel sich widersprechender Legenden. Unsterblich sei sie geworden im Namen eines ganzen Erdteils, so viel weiß man noch. Zeus hingegen zog sich wieder auf den Olymp zurück.
Irgendwann, ein paar tausend Jahre später, irgendwo auf einem Kontinent, der nach dem One-Night-Stand eines Gottes heißt. Wieder reitet Europa den Stier, wohin die Reise geht, ist auch diesmal ungewiss. Hunderttausende suchen das Glück in einer Reise von Süden nach Norden. Und noch eine andere Reise beginnt, sie nimmt den umgekehrten Weg. Dahin wo Zeus wohnt, vielleicht. In ein Land, das vom Göttervater womöglich schon verlassen ist und von allen guten Geistern sowieso. Die Bewohner machen das Beste draus. It’s a good day to die, buy a german V.W., lautet die Schrift an der Wand, welcome to Greece.
Im Olymp bedeckt der Götterfürst – wenn er es denn ist – seinen Himmel, wie ihm einst von einem deutschen Dichterfürsten geraten, mit Wolkendunst und den Mytikas gleich mit. Am 2. August 1913 standen erstmalig Menschen auf dem Hauptgipfel des Gebirges. Reichlich hundert Jahre später schaffen es drei Reisende und ihre Begleitmannschaft nicht ganz bis dahin. Sie werden dreihundert Meter weiter unten auf dem Plateau der Musen aufgehalten. Was man denen nicht hoch genug anrechnen kann: Am 05. Mai 2017 erblickt nach einigen Zwischenstopps in Athen, Leipzig, Dresden und den Ballroom Studios das Doppelalbum „Into Olymp“ das Licht der Öffentlichkeit.
André Hennig

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 paperback: 210 pages / language: german / artwork: jörg linzner / bounded by siegfried loibl
photography: thomas bär, rene palffy, jörg linzner, isabel fischer, lars oertel, katrin küchler
!! out on may 5th (2017) !!
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